Störmobil 4: (You Are Not) Alone

Lucien Haug &
Lukas Künzli

Motel Kasernenplatz

Am Ostquai, Hafenstrasse 25
vom 29. April bis 12. Mai

Eintritt frei
Dauer: 60 Minuten

Im Altertum war sie verpönt, Goethe fand sie lebenswichtig, Orwell beschrieb sie als letzten Hort vor dem Untergang, heute ist sie das, was niemand gern mit sich selbst verbindet: Einsamkeit. „Ich bin allein“ ist die Aussage, die einen mit sofortiger Wirkung zum Asozialen macht. Doch weshalb ist der Begriff negativ besetzt? Und was bedeutet Einsamkeit?

Das Wachsen der Vernetzung unserer Welt ist ein stetiger und  mittlerweile unaufhaltsamer Prozess. Er bringt uns unweigerlich näher zusammen, gibt uns die Möglichkeit, weite Distanzen zu verkürzen und langsame Prozesse schnell zu beschleunigen. Die Schlagwörter sind Globalisierung, soziale Medien, Bevölkerungswachstum.

Und dazwischen steht der Mensch.

Das Ende einer Beziehung, Schicksal, eine Krankheit, Glück, das Alter oder viel Mut: Das alles kann uns zu Einsamen machen. Wirft uns das dann auf das Selbst zurück? Wie wünschenswert ist das? Kann das Alleinsein ein Gegenpol zu einer gesellschaftlichen Entwicklung sein? Eine Protestform? Oder sind wir am Ende alle sowieso auf uns selbst gestellt? Muss man das üben? Hat Ihr Handy während dem Lesen dieses Textes geklingelt? Und wieso bin ich eigentlich gerne allein und mag es nicht zugeben?

Während drei Wochen im Wonne- und Leidenschaftsmonat Mai forschen die beiden jungen Basler Lucien Haug und Lukas Künzli zum Thema der Einsamkeit und sind mit ihrem Störmobil irgendwo im Basler Hafengebiet unterwegs. Sie laden Interessierte, Betroffene, Philosophen, Täter, Freunde, Hafenarbeiter in ihr Mobil ein, um über Einsamkeit zu reden, Gründe zu erforschen und Strategien zur möglichen Vermeidung zu entwerfen. Das Ergebnis ihrer Recherche zeigen sie im Rahmen von wildwuchs vor dem Motel auf dem Kasernenplatz.

Credits
Von und mit: Lucien Haug, Lukas Künzli

Mit freundlicher Unterstützung der Christoph Merian Stiftung